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Das Arkanum #1


Verflucht. Diese lästigen Biester. Ich schlug eine Mücke, die mich unentwegt auf der Suche nach Blut umkreist hatte, fort. Der Mai war heiß und trocken über South Dakota hereingebrochen und so blieben auch diese Plagegeister nicht lange fern.
Ein langgestreckter Feldweg lag vor mir und wies mir den Weg zu einer kleinen Ortschaft, die den Namen 'Iona' trug. Dann bin ich aber mal gespannt, wer aus meiner Verwandtschaft mich dort erwartet. Tatsächlich war ich ziemlich ratlos, um wen es sich handelte, zumal der Teil meiner Familie, den ich kannte, nicht einmal im Leben zwei Goldstücke auf einmal besessen hatte, geschweige denn sie irgendeinem Enkel, oder Neffen per Bote geschickt hätte.
Nach einer kurzen Weile tauchte eine kleine Siedlung rechts vom Weg auf. Das wird es sein. Schnell überschlug ich die Häuseranzahl. Nicht mehr als 50. Das Dorf schien nicht sonderlich reich zu sein, denn die Häuser glichen eher Hütten und waren in einem primitiven Baustil errichtet. Es stach eine Kirche ins Auge, deren Turm die Dächer überragte, und ein größeres Gebäude musste eine Taverne sein.
Ich warf einen nachdenklichen Blick in den Himmel, der sich bereits langsam in ein dunkles Rot der Sonne getaucht wurde. Es ist nicht mehr allzu viel Zeit bis Mitternacht. Höchstens drei Stunden.
Ich beschloss in die Taverne zu gehen. Zum Einen, um nachzufragen, wo sich denn diese seltsame "Lichtung der Seligen" befindet, und andererseits um mir die Zeit ein wenig zu vertreiben.
Ich führte dort ein paar oberflächliche Gespräche mit anderen Gästen und dem Wirt, doch die Leute kamen mir sogleich schon merkwürdig vor. Sie verhielten sich komisch, und ich hatte das Gefühl, dass sie mir denselben Argwohn entgegen brachten, wie ich ihnen.
Als Mitternacht schließlich nur noch eine halbe Stunde entfernt lag, bezahlte ich das Bier, das ich getrunken hatte und verließ die Taverne mit dem Wissen, wo die Lichtung lag. Es kam mir fast so vor, als hättem die Menschen dort noch seltsamer auf mich reagiert, nachdem ich die Frage danach gestellt hatte. Was solls?

Der Mond stand wachend am Himmel und legte Iona in ein ungemütliches Zwielicht. Die Lichtung lag wohl noch ein ganzes Stück hinter dem Dorf in Tannenwald. Einem dichten Tannenwald - wie ich schnell herausfand, als schon nach kurzer Zeit sämtliche unbedeckte Hautstellen mit roten Striemen übersäht waren. Schon bald dachte ich, dass es diese Lichtung garnicht gab, sondern nur Meilen um Meilen von diesem Wald, dich dann stolperte ich plötzlich vor einer kleinen Waldlichtung. Ein ungutes Gefühl beschlich mich. Seltsame Nebelschwaden überzogen sie knöchelhoch und dornige Gewächse bedeckten den Boden überall. Keine Menschenseele war zu sehen.
Ich seufzte. Jetzt fehlen nur noch ein paar Grabsteine und die Gruselatmosphäre ist perfekt. Ich setzte mich an den Rand der Lichtung und lehnte mich mit dem Rücken gegen einen Baumstamm. Ich war noch etwas zu früh. Dann warte ich halt noch bis Mitternacht auf die Geister.

.Morgan.

 

Langsam schlenderte ich durch den Wald. Zum Glück wusste ich, wohin ich gehen musste, da ich hier schon öfters gewesen war. Genau auf der anderen Seite des Waldes, lag ein kleines Dorf. Die Menschen dort waren ziemlich arm. Ich hatte dort bereits ein paar mal "Jagd" gemacht, allerdings war es in einem solch' kleinen Dorf schwierig. Es wurde sofort an alle Bewohner weitergegeben, wenn einmal ein Mensch verschwand und ich wollte nicht riskieren, gesehen zu werden.
Auf der "Lichtung der Seligen" angekommen, sah ich einen Mann auf dem Boden sitzen. Rasch versteckte ich mich hinter einem Baum.
Ich schaute in den Himmel. Mitternacht. Dann beobachtete ich den Mann. 'Ah... mein Frühstück kommt mir gerade recht', dachte ich und wollte mich auf ihn stürzen, als mir der seltsame Brief einfiel. Ich beschloss lieber noch einen Moment zu warten, vielleicht hatte dieser Mann etwas damit zu tun. Ich blieb hinter dem Baum stehen und wollte mich gerade hinhocken, damit ich ihn besser beobachten konnte, als ein Ast unter meinem Fuß zerbrach. Schnell hockte ich mich hin und versteckte mich.
Ich sah, wie der Mann sich langsam zu mir umdrehte...

.Lestat.

 

Ruckartig schrak ich aus meiner Trance hoch. In meiner unmittelbaren Nähe hatte es verräterisch geknackt, und auf mein Gehör war Verlass. Im Laufe der Zeit war es so geschärft worden, dass ich fast blind darauf vertrauen konnte.
Ich stand auf. Misstrauisch legte ich die Hand an meinen nicht sichtbaren Dolch, bereit ihn hervorzuziehen, falls Gefahr drohte. Es war mir nicht ganz geheuer, hier nachts alleine auf einer Lichtung zu stehen, unwissend was geschehen würde, und was es mit dem rätselhaften Inhalt des Briefes auf sich hatte.
"Wer ist da?", rief ich in die Richtung in der ich den Auslöser des Raschelns vermutete. Keine Reaktion.
Prüfend wanderten meine Augen über das Geäst, doch nichts schien verdächtig. "Los, zeig dich!", forderte ich ungeduldig und der Griff um den Dolch wurde fester.
Langsam drehte ich mich im Kreis und beäugte misstrauisch mein Umfeld. Alles lag wieder ruhig und still dar.
Ich ging ein paar Schritte umher. Kann es denn sein, dass es nur ein Tier gewesen ist? Ich war geneigt mich zu entspannen, doch eine andere Stimme in mir flüsterte: 'Und was, wenn nicht?' Was, wenn jemand eine alte Rechnung mit mir begleichen möchte? Ich schauerte. Die Situation gefiel mir ganz und garnicht. Ich ging weiter umher, versucht möglichst leise aufzutreten, da hörte ich wieder etwas. Ein leises Knacken von Ästen, für einen Ungeübten unmöglich hörbar, zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Es kam aus derselben Richtung, wie das Geräusch von vorhin.
Behutsam pirschte ich mich an das Geäst heran. Ich nahm eine Bewegung wahr und ging noch näher. "Sei kein Feig-" Weiter kam ich nicht...

.Morgan.

 

Die ganze Zeit über hatte ich den Mann beobachtet. Er hat zugelassen das ich seine Gedanken lese... Er hatte an den Inhalt eines rätselhaften Briefes gedacht. Vielleicht der selbe, den ich meine...
Mit einem Satz sprang ich aus meinem Versteck hervor. Meine Bewegungen waren zu schnell für sein Auge und so stand ich hinter ihm und sah, wie er sich panisch umschaute.
Als er einige Schritte ging und sich umdrehte, tat ich das selbe, sodass ich hinter ihm blieb. Dabei versuchte ich, so wenig Geräusche wie möglich zu machen.
"Hab keine Angst", sagte ich nun mit tiefer Stimme und sah, wie der Mann sich blitzschnell zu mir umdrehte. Er zog mit einer ebenso schnellen Bewegung einen Dolch heraus und hielt ihn in meine Richtung. Ich lächelte überheblich und sagte: "Versuch' es gar nicht erst..." Dann sah ich ihn mit meinen funkelnden roten Augen an.

.Lestat.

 

Ich war ja nie sonderlich gläubig gewesen, doch das war zu viel für meine Nerven. Gott, sag dass das nicht wahr ist. Vor meinen Augen stand ein... Morgan, du fantasierst. ...echter... Hör auf zu spinnen! ...leibhaftiger... Es ist nur eine Sinnestäuschung! VAMPIR! Das blasse Gesicht des Blutsaugers bildete zum dunklen Hintergrund einen starken Kontrast. Er wirkte jung, und konnte kaum älter als ich sein. Doch als er mich aus seinen roten Augen, die vom Mondlicht glänzten, durchdringend anblickte, sah ich in ihnen, dass er bereits von Jahren, wenn nicht Jahrhunderten der Erfahrung gezeichnet war.
Ungläubig starrte ich ihn an, unfähig mich zu bewegen. Mein Instinkt brüllte mich an: LAUF, DU VERDAMMTER IDIOT! DAS IST EIN VAMPIR, EIN VAMPIIIR! Doch meine Beine gehorchten nicht.
Ich schluckte, schloss für einen kurzen Augenblick die Augen, hoffend, dass der Vampir sich tatsächlich nur als Trugbild herausstellen würde. Als ich sie jedoch wieder öffnete, stand unverändert eine Gestalt, blass wie eine Leiche, vor mir, die mich dazu noch auf eine unverschämt belustigte Art und Weise angrinste.
Normalerweise hätte ein Mensch dafür ordentlich eine von mir einkassieren müssen, doch das war kein Mensch.
Ich konnte es immer noch nicht fassen. Das war so unwirklich, dass ich meinen Augen nicht trauen konnte. Ein Vampir... Was kommt als nächstes? Ein Werwolf?
Während ich mein Gegenüber weiterhin mit einem Ausdruck von Entsetzen, Angst, Faszination, Erschreckung, Unglaubens und Entgeisterung anstarrte...

.Morgan.

 

...spazierte ich in aller gelassenheit um den Mann herum und sagte: "Du brauchst dich nicht zu fürchten. Ich werde dir nichts tun." Ich blieb stehen und sah ihn von der Seite an. "Du hattest an einen...", ich suchte kurz nach den richtigen Worten, "an einen Brief gedacht. Ich habe deine Gedanken gelesen."
Ich sah, wie sich bei diesen Worten seine Augen weiteten. "Ich möchte gerne wissen, welchen Brief du gemeint hast."
Nun stellte ich mich ihm gegenüber und sah ihm in die Augen, die noch immer fassungslos in meine starrten. Doch solche Blicke war ich gewohnt. "Du wurdest nicht zufällig hier her bestellt? Mit Absicht?", hackte ich weiter nach. Als ich einen Schritt auf ihn zu machte...

.Lestat.

 

, holte ich einmal tief Luft. So unglaublich dieser Augenblick auch sein mochte, mein Stolz ließ sich nicht kränken. Auch nicht von einem Vampir. Der anfängliche Schock war zwar nicht ganz verklungen, doch mein Verstand sah es langsam ein, dass es nichts brachte, wie zur Salzsäule erstarrt herumzustehen und den Typen blöd anzuglotzen. Ich zählte zusammen. Ich stand mit einem Vampir alleine auf einer Lichtung bei Mitternacht. Der Vampir war echt. Er konnte sprechen. Und zufälligerweise konnte er auch noch meine Gedanken lesen. So weit, so gut. Ich fühlte mich auf eine ungeahnte Weise ertappt. Zu wissen, dass dieser Vampir wusste, was ich dachte, war mehr als unheimlich.
Dennoch entschloss ich mich dazu, meinen anfänglichen Zauder beseite zu werfen, und mich von meiner normalen Seite zu geben. Feindselig starrte ich den Vampir an. Er weiß von dem Brief. Entweder... Er hat ihn geschrieben, oder...
Ich beschloss seine Fragen herzlichst zu ignorieren und versuchte auf meine stets freundliche und höfliche Art eine Konversation zu beginnen. "Was... für eine Ausgeburt der Hölle BIST du?"

.Morgan.

 

Ich musste noch einmal grinsen. "Oh ja, ich weiß von dem Brief... Und nein, ich habe ihn nicht geschrieben." Ich überlegte kurz. Dann fuhr ich fort: "Aber ich habe auch so einen bekommen."
Als ich in sein Gesicht schaute sah ich, dass er mich äußert misstrauisch ansah. Dann holte ich die zwei Goldstücke aus meiner Tasche, die zu dem Brief gelegt wurden. Ich war mir nun ziemlich sicher, dass der Mann den selben bzw. einen ähnlichen Brief wie ich bekommen hatte.
Ich hielt ihm die Goldstücke hin. "Kommen die dir bekannt vor?"
Als er nichts sagte, ging ich einen Schritt auf ihn zu. "Wie ist dein Name?", fragte ich, um das Gespräch etwas lockerer anzugehen.

.Lestat.

 

Okay, er hat auch so einen Brief wie ich bekommen. Wenn nicht sogar einen Identischen. Doch was hat das zu bedeuten? Was hat dieser Vampir mit einem Nachlass aus meiner Familie zu tun? Während sich meine Gedanken überschlugen, überhörte ich die Fragen, die er mir stellte. Könnte es etwa sein, dass dieser Vampir mit mir... Ich schüttelte den Kopf bei diesem abstrusen Gedanken, der sich in meinem Kopf zu formen begann.
Erschrocken wich ich zurück, als der Fremde noch näher an mich heranging und hielt meinen Dolch abwehrend zwischen ihn und mich. "Komm - mir - bloß - nicht - zu - nahe", sagte ich zerknirscht und musterte die Goldstücke in seiner Hand. Dennoch ließ ich keine seiner sonstigen Bewegungen aus den Augen. Ich sah auf. Diese abstruse Situation verwunderte mich. Warum hat er mich nicht schon längst angefallen? Ein wirkliches Hindernis dürfte ich für ihn nicht darstellen... Die einzige plausible Antwort, die mir dazu einfiel war, dass der Vampir auf ähnliche Weise, wie ich solch einen Brief bekommen hatte, und selbst nicht wusste, was damit anzufangen war. Ich holte einmal tief Luft. Wenn es tatsächlich so war, würde der Vampir mich womöglich vorerst nicht angreifen. "Woher weiß ich, dass du es nicht ausnutzt mich zu überwältigen, während ich deine Fragen beantworte?" Misstrauisch starrte ich ihn aus meinen grauen Augen an, eine Erwiderung abwartend.

.Morgan.

 

"Warum sollte ich das tun?"
Ich musterte ihn von oben bis unten. "Wenn ich wollte, hätte ich dich schon längst getötet. - Aber ich habe das Gefühl, dass du nicht einfach so aus Lust und Laune um Mitternacht hier auf der Lichtung bist. Liege ich da richtig?" Ich sah ihn durchdringend an.
Er hat mit seinen Gedanken nicht ganz unrecht... Irgendwas müssen wir miteinander zu tun haben. In dem Brief stand etwas von einem Erbe und Nachfahren. Wir wurden beide zu diesem Zeitpunkt, an diesen Ort bestellt. Sonst keiner - nur wir... Was hat das zu bedeuten? Ich ertappte mich dabei, wie ich schon anfing wirre Gedanken zusammen zu basteln, wie dieser Mensch! Ich schüttelte den Kopf bloß und sah den Mann an.
"Also, wie ist dein Name?", fragte ich ihn noch einmal. Als er nichts sagte, ging ich einen Schritt zurück. Vielleicht fühlte er sich ja dann "sicherer". Nun sah ich ihn erwartungsvoll an.

.Lestat.

 

 

Seufzend ließ ich den Dolch sinken und steckte ihn zurück in die Lederscheide an meinem Gürtel. Der Vampir hatte recht. Wollte er mich töten, hätte er es längst getan. Und eine Chance gegen ihn rechnete ich mir sowieso nicht aus. Wir stehen beide vor einem Rätsel. Auch wenn ich diesem Geschöpf nicht traue... "Zwar tut mein Name letztendlich nichts zur Sache, aber er lautet Morgan." Ich sprach leise; trotzdem schwang in meiner Stimme eine Mischung aus Verachtung und Respekt vor diesem Geschöpf mit, dessen Existenz ich vor ein paar Stunden noch für einen Mythos abgetan hätte. "Dein Gefühl täuscht dich nicht", sprach ich weiter, darauf bedacht möglichst gelassen zu klingen. "Tatsächlich bin ich nicht hier, nur weil ich Lust auf einen Mitternachtsspaziergang hatte. Dazu scheinen wir aus dem gleichen Grund hier zu sein -" Doch was, wenn das eine Falle ist? Ich konnte mir zwar keinen Reim darauf machen, warum und weshalb das eine List sein sollte, doch eine Stimme der Ermahnung sprach zu mir warnende Worte. Dieser Vampir ist durch und durch seltsam. Ich musterte sein Gesicht, das mich erwartungsvoll anstarrte. Wenn seine Augen eine normale Farbe hätten, und er seine Eckzähne nicht zeigen würde, könnte man meinen, er wäre ein normaler Sterblicher - mit einer sehr fahlen Gesichtsfarbe.
"Zeig mir deinen Brief - wie auch immer du heißen magst", sagte ich und hielt auffordernd meine Hand in seine Richtung. Ich hoffte dem Vampir würde es nicht auffallen, wie sehr sie zitterte, wobei der größte Schock bereits überwunden war.

.Morgan.

 

 

"Morgan... Soso", murmelte ich nickend und fügte nach kurzem Zögern hinzu: "Es wär unhöflich dir meinen Namen nun nicht zu verraten, findest du nicht auch? - Mein Name ist Lestat."
Als er mir seine Hand entgegenstreckte, sah ich, dass sie ein wenig zitterte. Ständig versuchte ich mich selber in die Situation der Sterblichen hineinzuversetzen. Wie würde ich mich verhalten, wenn ich einen Vampir treffen würde? So ganz plötzlich... - Und es gelang mir auch. Todesängste, hätte ich! Schließlich hatte ich oft genug die meiste Angst vor mir selber... Wir waren Monster und gehörten in die Hölle! Doch was ist, wenn man uns da nicht wollte? Oder wenn wir schon lange in der Hölle waren? Oder was ist, wenn WIR selber die Hölle waren?!... Es machte keinen Sinn sich darüber den Kopf zu zerbrechen...
Langsam zog ich den Brief aus meiner Manteltasche heraus und gab ihn ihm. Ich sah, wie er schnell seine Hand wieder zurückzog und den Brief entfaltete. Als er anfing ihn zu lesen, wanderten seine Augen immer wieder vom Brief, zu mir, in mein Gesicht und wieder zurück zum Brief.

.Lestat.

 

 

"Es sind eindeutig dieselben Schriften", stellte ich ernüchtert fest, rollte Lestats Brief, der sich eindeutig in einem besseren Zustand als meiner befand, zusammen und gab ihn dem Vampir zurück. Es ergibt einfach keinen Sinn. "Und du hast auch keine Ahnung, wer dahinter stecken könnte? Wer dieser Argon ist? Und was wir miteinander zu tun haben könnten?" Ich schüttelte seufzend den Kopf. "Und wo steckt dieser Typ überhaupt?"
Es war nun einige Zeit vergangen, und bis auf Lestat und mich, war die Lichtung weiterhin seelenleer.

.Morgan.

 

 

Ich schüttelte den Kopf.
"Nein ich habe keine Ahnung." Dann sah ich mich um. Zum Glück konnte ich ja Nachts ausgezeichnet sehen. Doch weit und breit war niemand zu sehen... Ich sah in den Himmel. Ein paar Minuten standen Morgan und ich uns stumm gegenüber. Keiner wusste was er sagen sollte und wir warteten einfach nur ab. Vielleicht würde ja doch noch einer kommen.
Doch wir warteten anscheinend vergeblich. Soll das hier ein verspäteter Aprilscherz sein oder was?! Langsam war meine Geduld am Ende.
"Worauf warten wir hier überhaupt? Was soll das ganze?", fragte ich ärgerlich und sah mich um. Noch immer niemand anderes zu sehen. Nur Morgan und ich.

.Lestat.